[Gastbeitrag] Vorurteile gegenüber der Rasse Labrador

Freitag, August 07, 2015

Heute erzählen uns das nette Frauchen & Herrchen von Ringo mit welchen Vorurteilen sie im Alltag mit einem Labrador konfrontiert werden. Zusammen mit Ringo haben sie einen Hundeblog, auf dem sie unter anderem über gemeinsame Erlebnisse und neue Produkte schreiben. Schaut doch mal vorbei KLICK
Genau wie Rebecca mit Molly, begenen wir mit unserem Labrador Ringo vielen Vorurteilen im Alltag. Egal ob auf der Hundwiese, im Park oder im Feld - irgendwo ist immer jemand, der besser über die Rasse Labrador oder unseren Hund bescheid weiß als wir und seinen Senf dazu geben muss. 1. Das häufigste Vorurteil was uns begegnet ist, dass Labradore immer fette Tonnen sind.
Leider, leider müssen wir sagen, dass es viele übergewichte Labradore gibt aber dies sollte definitiv NICHT so sein. Wir kennen keinen Labrador, der nicht gerne isst aber hier muss man als Halter Verantwortung zeigen und den Hund nicht überfüttern - auch wenn er sooo süß guckt, wenn ich mir gerade ein Käsebrot schmiere. Wenn man sich Ringo anguckt, sieht man dass er definitiv nicht fett ist. Er sieht zwar sehr kräftig durch seine tiefe Brust an, jedoch hat er eine schlanke Tallie und generell eine sportliche Figur. 
2. Durch das Übergewicht sind Labradore gleichzeitig langweilig und faul, da sie den ganzen Tag nur auf der Couch liegen und schlafen.
Generell ist Ringo auch in der Wohnung eher gemütlich. Allerdings dreht er draußen zur richtigen Arbeitskanone auf und WILL arbeiten. Der Labrador ist sehr vielseitung und eigenet sich durch seine gutmütige und menschenbezogene Art für viele "Aufgaben". Wir kennen einige Schul- und Therapiehunde, die sehr konzentriert ihren Job machen. Ringo wird zur Zeit zum Flächen- und Trümmersuchhund bei der Feuerwehr ausgebildet, wobei er sehr gut arbeitet und seine ganze Konzentration und Power ins Training steckt. Außerdem Apportiert er für sein Leben gerne und das am liebsten stundenlang -von langweilig und faul kann da keine Rede sein. ;)
3. Natürlich ist der Labrador auch ein Modehund.
Persönlich würden wir ihn nicht als Modehund bezeichnen, aber man kann es nicht bestreiten, dass viele Menschen diese Rasse schätzen und besitzen. Was wahrscheinlich an ihrer Vielseitigkeit und Freundlichkeit liegt. Wir haben uns Ringo aber nicht zugelegt, weil er ein Labrador ist, sondern weil uns die Rasseeigenschaften sehr gefallen haben und zu uns passten. 
5. Als Familienhund ist ein Labrador von Natur aus gutmütig und lieb und möchte auf jeden Fall immer und überall von allen gestreichelt werden. 
Jeder Hund hat seine individulle Persönlichkeit und nicht jeder Labbi möchte immer und überall angefasst werden. Der Höhepunkt dieser "lieber Hund" Begegnungen war, dass uns eine Familie entgegen kam. Ringo brav am Rand wartete, damit die Kinderwagen vorbei konnten. Und was passiert? - Der Vater fährt frontal mit dem Buggy in Ringo rein - und damit meine ich REIN fahren - damit sein Kind den Hund streicheln kann. Ringo und ich waren super perplex und wussten gar nicht was passiert, genauso wie das Kind, was sich tierisch erschreckt hat und geweint hat. Nur der Vater war amüsiert, denn es ist ja ein lieber Hund... Nun gut. Er hat Glück gehabt, dass es Ringo war, der wirklich sehr tolerant und gutmütig ist. Aber wir kennen auch andere Labbis, die in den Wagen gesprungen wären - ob das dann noch so witzig wäre ist die Frage. 

6. Ein Labrador braucht keine Erziehung, denn er ist leichtführig.
Oh nein! Ringo kann wenn er möchte ein sehr sturer Bock sein und testet immer mal wieder seine Grenzen aus. Natürlich ist ein Labrador vielleicht leichter zu erziehen, denn er ist einfach zu bestechen. Aber Erziehung als Selbstläufer zu sehen wäre ein fataler Fehler. Mit seinen 33 kg würde Ringo mich wahrscheinlich über jede Straße schleifen, um mit anderen Hunden zu spielen und ohne Leine erst wieder zurück kommen, wenn er einen Hasen erlegt hat.
7. Labore sind überzüchtet und krank.
Es lässt sich nicht abstreiten, dass einige Vertreter dieser Rasse unter HD/ED leiden. Auch wir wurden angefeindet, dass wir einen Welpen vom Züchter gekauft haben, da dieser wahrscheinlich eh krank sein wird. Aber warum haben wir uns für einen Welpen von einem verantwortungsvollen Züchter entscheiden? Eben wegen dieser Krankheiten. Natürlich ist ein Welpe mit Papieren keine Garantie für Gesundheit, aber es ist eine größere Sicherheit einen gesunden Hund zu haben.
8. Alle Labbis sind Grobmotoriker im Spiel.
Auf Ringo trifft dieses Vorurteil (leider) zu. Er ist durch und durch eine wilde Wutz auf der Wiese, wenn er mit großen Hunden spielt und am schlimmsten: mit anderen grobmotorischen Retrievern. Er rast manchmal wie eine Dampfwalze über die Wiese und ist dabei leider nicht immer vorsichtig. Aber dieses Verhalten hat sich definitiv gebessert und durch Erfahrung, dass dies nicht immer so gut bei anderen Hunden ankommt, hat er es etwas verbessert.

9. Einige Labradore sind aber auch gefährlich.
Oh ja! Und die Begründung ist die beste: weil sie groß sind. Am besten sind dann die Leute, die den Hund zu sich locken und dann aber doch Angst haben, weil er so groß ist. Mhh - okay. Natürlich kann ein Labrador gefährlich werden, aber nur wenn man ihn gefährlich macht.
10. ALLE Labradore sind Wasser- und Schlammverrückt.
Wasser können wir definitiv bestätigen, denn sobald Ringo Wasser sieht, riecht oder hört ist er weg, wenn wir nicht aufpassen... Er kommt dann aber auch nach einem kleinen Bad wieder oder auch wenn er weiß, wo Wasser ist, geht er sich kurz erfrischen während eines Spazierganges und kommt dann nass und glücklich wieder. Er liiiiebt es einfach zu Schwimmen oder zu Apportieren und wir lieben es auch am Wasser. Von daher sind wir froh, dass unser Hund so stereotypisch ist. Schlamm liebt er zum Glück gar nicht! Er hat sich bisher noch nie im Schlamm gewälzt und geht auch nicht rein. Also Glück gehabt. ;) Und selbst wenn ist es nicht schlimm, dann wird nämlich die nächste Wasserstelle zum Baden aufgesucht.

Vielen lieben Dank für den sehr interessanten Gastbeitrag zum Thema Vorurteile. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass auch diese Rasse mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen hat.   

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1 Kommentare

  1. Ich erinnere mich gerade daran, dass, als Genki von einem Labrador gebissen wurde, ich darüber in einem Hundeforum schrieb, mir gesagt wurde "Das kann garnicht sein! Labradore sind alle friedlich, die würden nie einen anderen Hund beißen!". Ja, Vorurteile und Verallgemeinerungen sind immer doof....

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